Eine wertorientierte Unternehmenssteuerung, insbesondere die auf den Unternehmenswert bezogene, wird in der betriebswirtschaftlichen Literatur bereits seit einiger Zeit diskutiert. Vor dem Hintergrund sich rasch verändernder Rahmenbedingungen in der Assekuranz (Stichworte u. a.: Wettbewerbsdruck, Solvency II) rückt das Thema auch in der Versicherungsbetriebslehre immer mehr in den Vordergrund. Dabei ist die Bestimmung von Preisen für Versicherungsprodukte ein wesentlicher Bestandteil der wertorientierten Steuerung. Die Gründe sind folgende: Zum einen stellt die erhobene Versicherungsprämie betragsmäßig den mit Abstand größten Ertragsblock im Versicherungsunternehmen dar. Zum anderen kann jedes Versicherungsgeschäft nur mit einer angemessenen Bepreisung einen positiven Wertbeitrag für das Versicherungsunternehmen generieren. Dabei wäre eine "angemessene Bepreisung" eine Versicherungsprämie, die sämtliche Kostenblöcke deckt - einschließlich der Kapitalkosten für eine risikoadäquate Unterlegung der Versicherungsgeschäfte mit Eigenkapital. Eine insofern "wertorientierte Bepreisung" wäre zugleich notwendige wie hinreichende Bedingung für unternehmenswertsteigernde Versicherungsgeschäfte, d. h. für eine konsequente Unternehmenswertorientierung im Versicherungsunternehmen. Allerdings müssten solche Preise an den Versicherungsmärkten realisierbar sein. In diesem Fall würden selbst ineffiziente Unternehmensstrukturen und -prozesse sowie Versicherungsbestände, die keine guten Voraussetzungen für die Risikoausgleichsprozesse bieten, kompensiert und nach Maßstäben der Unternehmenswertorientierung ausreichend mit Versicherungsprämien finanziert. Da ein beliebig hohes Prämienniveau jedoch kaum durchsetzbar sein dürfte, muss sich jeder Versicherer bei transparenten Wettbewerbsmärkten zugleich einem (zunehmenden) Effizienzdruck stellen, um mit den realisierbaren Versicherungsprämien die Regeln der Unternehmenswertorientierung einhalten zu können. Das vorliegende Werk untersucht zunächst die einzelnen Bestandteile der Versicherungsprämie, wobei stets die Frage im Vordergrund steht, welche Kosten in welcher Höhe durch entsprechende Prämienbestandteile zu decken sind, um nicht "wertvernichtend" zu arbeiten. Damit wird bei der gegebenen Ausgangslage im Versicherungsunternehmen, insbesondere bei der gegebenen Effizienzsituation, zugleich die Bedarfsprämie diskutiert. Anschließend werden vor dem Hintergrund realer Marktverhältnisse wichtige Konsequenzen für die Unternehmenspolitik im Versicherungsunternehmen erörtert.

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