Versicherungsunternehmen kommen in der Risk Management-Literatur meist nur als Anbieter von Versicherungsschutz vor - wobei Versicherungen häufig als das zentrale Instrument zur Risikobewältigung dargestellt werden. Ein umfassender Risk Management-Ansatz für Versicherungsunternehmen fehlt bislang. Mögliche Gründe: 1.) Versicherungsunternehmen betreiben von jeher Risikomanagement. Sie übernehmen von ihren Kunden Risiken und sorgen im Gesamtportefeuille für den Risikoausgleich im Kollektiv und in der Zeit. Insofern ist Risikomanagement die Anwendung der Versicherungstechnik mit den Mitteln der Prämienpolitik, der Schadenpolitik, der Produkt- und Bestandspolitik, der Rückversicherungspolitik und der Solvabilitätspolitik. Diese relativ enge Risikosicht erstreckt sich nur auf das eigentliche Versicherungsgeschäft (Risikogeschäft) und nicht auch auf das Kapitalanlage- und sonstige Dienstleistungsgeschäft des Versicherers. 2.) Bei Versicherungsunternehmen standen Fragen des eigenen Risk Management bis 1994 nicht im Vordergrund, weil ihr Geschäft in einem hoch regulierten Markt insgesamt wenig riskant war. Die Neigung zur Innovation war wenig ausgeprägt und Produktrisiken konnten weitgehend vernachlässigt werden, Preise wurden aufsichtsrechtlich auf einem auskömmlichen Niveau gehalten. Damit waren die Versicherer vor zwei der gefährlichsten Unternehmerrisiken weitgehend abgeschirmt. Seit der Deregulierung erhöht sich der Wettbewerb mit zunehmender Geschwindigkeit mit allen Chancen und Risiken, die damit verbunden sind. Nicht nur wegen der Einführung des KonTraG müssen Versicherer heute also verstärkt über ihre eigene Risikolage nachdenken und Konzepte entwickeln, wie sie ihre Risiken beherrschbar machen. Das vorliegende Buch soll dazu einen Beitrag leisten, indem für Versicherungsunternehmen ein Modell des Risk-Management vorgestellt und die Ziele und Mittel des Risk-Management im Versicherungsunternehmen behandelt werden. Die Überlegungen konzentrieren sich auf Erstversicherungsunternehmen. Große Teile der traditionellen Versicherungsbetriebslehre sind aufgearbeitet, jedoch streng gegliedert nach dem klassischen Risk-Management-Ansatz. Neuere Entwicklungen werden dabei berücksichtigt: Konzepte der Finanz-Rückversicherung ("Financial Reinsurance") ebenso wie die Methoden des sogenannten "Alternativen Risikotransfers" (ART) auf die Kapitalmärkte. Schwerpunkte bei der Risikoanalyse und der Diskussion von Möglichkeiten zur Risikobewältigung liegen auch im Kapitalanlagegeschäft und in den derivaten Finanzgeschäften von Versicherungsunternehmen.

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